Pegunigalsidase alfa

Enzyme

Pegunigalsidase alfa: Ein fortschrittliches Enzymersatztherapeutikum

Pegunigalsidase alfa ist ein innovatives Medikament, das speziell für die Behandlung der seltenen Erbkrankheit Morbus Fabry entwickelt wurde. Diese Krankheit wird durch einen Mangel oder eine Fehlfunktion des Enzyms Alpha-Galaktosidase A verursacht, was zu einer Anhäufung von Globotriaosylceramid (Gb3) in verschiedenen Körpergeweben führt. Pegunigalsidase alfa ist eine Enzymersatztherapie (ERT), die darauf abzielt, das fehlende oder defekte Enzym zu ersetzen und so die Anhäufung von Gb3 zu reduzieren und die Symptome der Krankheit zu lindern.

Indikationen und therapeutische Anwendung

Pegunigalsidase alfa wird zur Behandlung von Erwachsenen und Jugendlichen ab 16 Jahren mit Morbus Fabry eingesetzt. Morbus Fabry ist eine X-chromosomal vererbte lysosomale Speicherkrankheit, die eine Vielzahl von Symptomen und Komplikationen verursacht, darunter:

  • Schmerzen in Händen und Füßen (Akroparästhesien)
  • Angiokeratome (kleine, dunkle Hautflecken)
  • Hypohidrose (verminderte Schweißbildung)
  • Probleme mit dem Herz-Kreislauf-System, wie Kardiomyopathie
  • Nierenfunktionsstörungen
  • Probleme mit dem zentralen Nervensystem, wie Schlaganfälle
  • Probleme mit dem Hörvermögen
  • Magendarmbeschwerden

Wirkmechanismus und Dosierung

Pegunigalsidase alfa ist eine rekombinante Form des menschlichen Enzyms Alpha-Galaktosidase A, das mit Polyethylenglykol (PEG) modifiziert wurde, um eine längere Halbwertszeit im Blut zu erreichen. Dies ermöglicht eine weniger häufige Verabreichung im Vergleich zu anderen ERTs für Morbus Fabry. Die Dosierung von Pegunigalsidase alfa wird individuell von Ärzt*innen festgelegt, basierend auf dem Körpergewicht des Patienten oder der Patientin und anderen gesundheitlichen Faktoren. Die Verabreichung erfolgt in der Regel alle zwei Wochen als intravenöse Infusion.

Sicherheit und Verträglichkeit

Wie bei allen Medikamenten ist es wichtig, die Sicherheit und Verträglichkeit von Pegunigalsidase alfa zu beachten. Die häufigsten Nebenwirkungen sind Reaktionen an der Infusionsstelle, Kopfschmerzen, Schwindel, Übelkeit, Fieber und Schüttelfrost. Schwerwiegendere allergische Reaktionen können ebenfalls auftreten, obwohl diese seltener sind. Patient*innen sollten während und nach der Infusion auf Anzeichen einer Überempfindlichkeitsreaktion überwacht werden. Bei Auftreten von schweren Reaktionen sollte die Infusion sofort abgebrochen und eine entsprechende medizinische Behandlung eingeleitet werden.

Interaktionen und Kontraindikationen

Bevor mit einer Behandlung mit Pegunigalsidase alfa begonnen wird, sollten Ärzt*innen und Apotheker*innen über alle Medikamente, Nahrungsergänzungsmittel und pflanzlichen Präparate informiert werden, die der Patient oder die Patientin einnimmt. Dies ist notwendig, um mögliche Wechselwirkungen zu vermeiden. Kontraindikationen für die Verwendung von Pegunigalsidase alfa sind selten, aber Patient*innen mit bekannter Überempfindlichkeit gegenüber dem Wirkstoff oder anderen Bestandteilen des Präparats sollten es nicht verwenden.

Überwachung und Nachsorge

Die Behandlung mit Pegunigalsidase alfa erfordert eine regelmäßige Überwachung durch Fachpersonal, um die Wirksamkeit und Sicherheit der Therapie zu gewährleisten. Dies umfasst regelmäßige Untersuchungen der Nieren- und Herzfunktion sowie die Überwachung auf Antikörperbildung gegen das Medikament, da diese die Wirksamkeit der Behandlung beeinträchtigen können. Patient*innen sollten engmaschig von einem interdisziplinären Team aus Ärzt*innen und Apotheker*innen betreut werden, um den Behandlungsverlauf zu optimieren und mögliche Nebenwirkungen frühzeitig zu erkennen und zu behandeln.

Erstattung und Zugänglichkeit

Die Kosten für eine Behandlung mit Pegunigalsidase alfa können hoch sein, da es sich um eine spezialisierte Therapie für eine seltene Erkrankung handelt. In vielen Ländern werden die Kosten von den Krankenkassen übernommen, jedoch können die Erstattungsbedingungen variieren. Patient*innen und ihre Angehörigen sollten sich bei ihren Krankenkassen und Behandlungszentren über die Verfügbarkeit und die Erstattung informieren.

Bei Arzneimitteln: Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

Bei Tierarzneimitteln: Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Tierarzt oder Apotheker.

1 Unverbindliche Preisempfehlung des Herstellers (UVP)

2 Apothekenverkaufspreis (AVP). Der AVP ist keine unverbindliche Preisempfehlung der Hersteller. Der AVP ist ein von den Apotheken selbst in Ansatz gebrachter Preis für rezeptfreie Arzneimittel, der in der Höhe dem für Apotheken verbindlichen Arzneimittel Abgabepreis entspricht, zu dem eine Apotheke in bestimmten Fällen (z.B. bei Kindern unter 12 Jahren) das Produkt mit der gesetzlichen Krankenversicherung abrechnet.
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