Lösungen zur parenteralen Ernährung

Lösungen zur parenteralen Ernährung

Grundlagen der Parenteralen Ernährung

Die parenterale Ernährung ist eine Form der künstlichen Ernährung, die es ermöglicht, Nährstoffe direkt in den Blutkreislauf zu verabreichen. Diese Methode wird eingesetzt, wenn die orale oder enterale Nahrungsaufnahme nicht möglich oder unzureichend ist. Sie ist ein lebenswichtiger Bestandteil der medizinischen Versorgung für Patientinnen und Patienten, die aufgrund verschiedener Erkrankungen oder Zustände nicht in der Lage sind, Nahrung durch den Verdauungstrakt aufzunehmen.

Indikationen für Parenterale Ernährung

Die parenterale Ernährung kommt bei einer Vielzahl von Beschwerden und Erkrankungen zum Einsatz. Zu den häufigsten Indikationen gehören:

  • Schwere Malabsorptionssyndrome, bei denen die Nährstoffaufnahme im Darm stark eingeschränkt ist
  • Kritische Erkrankungen, die mit einer starken Katabolie einhergehen, wie schwere Verbrennungen oder Sepsis
  • Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts, wie Morbus Crohn, Colitis ulcerosa oder Darmobstruktionen
  • Prä- und postoperative Versorgung, insbesondere bei großen chirurgischen Eingriffen
  • Bestimmte neurologische oder neuromuskuläre Erkrankungen, die das Schlucken erschweren
  • Lang anhaltende Nahrungskarenz

Die Entscheidung für eine parenterale Ernährung wird von Ärztinnen und Ärzten in enger Zusammenarbeit mit Apothekerinnen und Apothekern getroffen, um eine individuell angepasste Nährstoffzusammensetzung sicherzustellen.

Komponenten Parenteraler Ernährungslösungen

Parenterale Ernährungslösungen bestehen aus einer Kombination verschiedener Nährstoffe, die den täglichen Bedarf des Körpers decken sollen:

  • Aminosäuren: Sie sind die Bausteine für Proteine und essentiell für Wachstum, Reparatur und Erhaltung der Körperfunktionen.
  • Kohlenhydrate: In der Regel in Form von Glukose, dienen sie als primäre Energiequelle.
  • Fette: Sie werden als Lipidemulsionen zugeführt und sind wichtig für die Energieversorgung und die Aufnahme fettlöslicher Vitamine.
  • Vitamine und Spurenelemente: Diese sind notwendig für zahlreiche Stoffwechselprozesse und müssen regelmäßig zugeführt werden, um Mangelerscheinungen vorzubeugen.
  • Elektrolyte: Sie sind entscheidend für die Aufrechterhaltung der Flüssigkeitsbalance, des Säure-Basen-Haushalts und der Nerven- und Muskelaktivität.

Die genaue Zusammensetzung der Lösungen wird individuell angepasst und regelmäßig überprüft, um den sich ändernden Bedürfnissen des Patienten oder der Patientin gerecht zu werden.

Verabreichungswege und -methoden

Die parenterale Ernährung kann über verschiedene Zugangswege verabreicht werden:

  • Peripher-venöser Zugang: Für eine kurzfristige parenterale Ernährung oder wenn nur eine geringe Konzentration der Nährstofflösung erforderlich ist.
  • Zentral-venöser Zugang: Für eine langfristige oder hochkonzentrierte parenterale Ernährung. Hierbei wird ein Katheter in eine große Vene, meist die Vena subclavia oder die Vena jugularis interna, gelegt.

Die Verabreichung erfolgt kontinuierlich über Infusionspumpen oder intermittierend in Form von Bolusgaben, abhängig von der Verträglichkeit und den medizinischen Anforderungen.

Überwachung und Management

Die Überwachung der parenteralen Ernährung ist entscheidend, um Komplikationen zu vermeiden und die Effektivität der Therapie sicherzustellen. Regelmäßige Bluttests sind erforderlich, um Elektrolyte, Blutzucker, Nieren- und Leberfunktion sowie den Ernährungszustand zu überwachen. Zudem müssen die Zugänge sorgfältig gepflegt werden, um Infektionen zu verhindern.

Risiken und Komplikationen

Obwohl die parenterale Ernährung lebensrettend sein kann, birgt sie auch Risiken und potenzielle Komplikationen:

  • Infektionen am Katheter
  • Thrombosen
  • Stoffwechselstörungen wie Hyperglykämie oder Elektrolytungleichgewichte
  • Leberfunktionsstörungen
  • Über- oder Unterversorgung mit Nährstoffen

Ein interdisziplinäres Team aus Ärztinnen und Ärzten sowie Apothekerinnen und Apothekern arbeitet eng zusammen, um diese Risiken zu minimieren und eine optimale Versorgung zu gewährleisten.

Interaktion mit Patientinnen und Patienten

Die Einbindung der Patientinnen und Patienten in den Prozess der parenteralen Ernährung ist entscheidend für den Erfolg der Therapie. Sie sollten über den Zweck, die Durchführung und mögliche Nebenwirkungen der Behandlung aufgeklärt werden. Zudem ist es wichtig, ihre Erfahrungen und Bedenken zu berücksichtigen, um die Akzeptanz und Adhärenz zu verbessern.

Interprofessionelle Zusammenarbeit

Die parenterale Ernährung erfordert eine enge Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Gesundheitsberufen. Ärztinnen und Ärzte, Pflegefachkräfte, Ernährungsfachkräfte und Apothekerinnen und Apotheker müssen Hand in Hand arbeiten, um eine sichere und effektive Ernährungstherapie zu gewährleisten. Diese interprofessionelle Herangehensweise ist entscheidend für die Planung, Umsetzung und Überwachung der parenteralen Ernährung.

Bei Arzneimitteln: Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

Bei Tierarzneimitteln: Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Tierarzt oder Apotheker.

1 Unverbindliche Preisempfehlung des Herstellers (UVP)

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